10 Jahre Goldener Oktober – Tag 3: Col de l’Izoard und Galibier

Eigentlich stand heute der höchste Punkt der (An-)Reise auf dem Programm, doch das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. So geht dieser Preis an den morgigen Tag.

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Schon in der Anfahrt warnen uns Schilder „Col du Galibier fermé“, dass wir wohl den Scheiteltunnel (2556m) nehmen müssen. Weiter oben sehen wir dann den Grund: Heftiges Schneetreiben hat dafür gesorgt, dass die Straßendienste alle Hände voll zu tun haben, um die Tunnelzufahrt frei zu halten – auf dem Paß (2645m) an sich keine Chance.

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Nun denken wir ja von uns, wir sind mit unseren T2-Bussen schon ziemlich hardcore unterwegs, doch völlig in den Schatten gestellt wurde wir von dem, was uns aus dem Tunnel (einspurig, Ampelregelung) entgegenkam: ein englischer Vorkriegs-Sportwagen, ohne Verdeck – ist klar! Gut bemützt und bebrillt stürzt sich das mutige Duo in die Paß-Abfahrt.

Nach dem Galibier ging es Richtung Briançon -dort konnten sämtliche Vorräte für Mensch und Maschine aufgefüllt werden- und danach weiter Richtung Col d’Izoard (2361m).

9ae565kpDort oben hatten wir dank des inzwischen wieder klaren Wetters eine prächtige Fernsicht in alle Richtungen. Direkt südlich des Cols beginnt die Casse Déserte, eine Erosionslandschaft – man wähnt sich auf einem anderen Planeten. Über Guillestre ging es nach Risoul, einem Wintersportort, der bei unserer Durchfahrt noch einer Geisterstadt glich. Durch ein Wirrwarr von bedingten oder absoluten Einbahnstraßen haben wir uns alle irgendwie zu dem nicht leicht zu findenden Einstiegspunkt des Aufstiegs zum Col de Valbelle (2381m) gemogelt. Gleich am Ortsende begann die Schotterstrecke, die uns bis zu unserem Nachtplatz am Chalet de la Coche (1791m) begleitete.

Doch vorher stand noch ein Abstecher zum Clot de l’Alpe (2361m) auf dem Programm. Das Natursträßchen war schmal und ausgewaschen und hatte einige knifflige Passagen, aber letztendlich standen wir dort, wo die Lifte enden: Am Belvédère de l’Homme, zwischen Sendemast und Liftstation, mit phantastischem Rundblick.                                                  wbfm4zvt

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Zurück zur Hauptstrecke trennen uns nur wenige 100 Meter vom Col de Valbelle.

fvkscwk6Über einen Weiderost und durch eine Weideschranke geht es über mehrere Bachfurten hinab zum Nachtplatz. Kurz vorher kommt uns ein Container-LKW mit Anhänger entgegen – ist uns schleierhaft, was der da oben will, wie/wo der wieder runterfährt oder wie der wendet. Aber man muß ja auch nicht alles verstehen…

Am Nachtplatz gibt es fließend Wasser, eine Grillstelle und am nächsten Morgen herrlichen Sonnenschein – was will man mehr? Wie’s dann weitergeht, steht bei Tag 4 😉

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