10 Jahre Goldener Oktober – Tag 4: Höhenkoller am Parpaillon

Heute steht einer der unbestrittenen Höhepunkte jeder Seealpenfahrt auf dem Programm: Der Tunnel du Parpaillon (2643m). Dieser 500m lange, unbeleuchtete und einspurige Tunnel mit Naturbelag, gebaut im Jahre 1891, ist beidseitig über ein 10 km lange Schotterpiste erreichbar. Vor allem die Süd-/Ostrampe hat es streckenweise in sich.zoly4pen

Doch zunächst geht es vom sonnengebadeten Nachtplatz talwärts nach Crévoux. Hier zweigt die Paßstraße ab, und schon nach kurzem beginnt der Schotter. Durch ein Hochtal, schon weit über der Baumgrenze, kommt der Parpaillon in Sicht, mit einer dünnen Schneeschicht überzuckert.

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Oben ist eine kleine Parkfläche, und das Tunnelportal bietet die Möglichkeit, schöne Bilder zu machen. Auf den Stahltüren der Tunnelpforte findet sich tatsächlich noch der Aufkleber vom Goldenen Oktober 2008, der natürlich umgehend um das aktuelle Exemplar ergänzt wird. Im Tunnel: viele Pfützen (Naturbelag!), Eiszapfen hängen von der Decke – doch trotzdem kommen selbst die Hochdachbullis problemlos durch. Auch ein kleiner Felssturz läßt noch genug Platz für unsere Bullis. Am anderen Ende machen wir noch ein paar Fotos, ein paar Faxen mit den Eiszapfen und dann geht es weiter. Nachdem das Gröbste geschafft ist, machen wir erst mal Mittagspause. Immerhin habe ich beim Abstieg dann auch endlich Murmeltiere gesehen!

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Über die „Villas Mexicaines“-Stadt Barcelonnette fahren wir Richtung Col de la Cayolle (2327m). Auch hier fasziniert wieder die einsame, karge Gebirgswelt.

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Von dort geht es talwärts durch die Gorges de Daluis, entlang einer tiefen Schucht aus roten Felsen mit teilweise bizarren Gesteinsformationen. Wir wundern uns, dass die talwärts führende Fahrbahn viel mehr und viel höhere Tunnel hat als die Gegenseite. Und lernen später, dass dies die Trasse einer alten Eisenbahnlinie war – daher!

Ab Castellet-les-Sausses zweigen wir ab Richtung Col de Fa, unterwegs entdecken wir einen prächtigen Renault Caravelle. Auf den letzten, etwas knifflige Höhenmetern – es ist schon wieder Schotter- ist ein Tourteilnehmer beim Ausweichen in den Grashang gerutscht und konnte sich -aufgrund der Schräglage und des nassen Grases- nicht mehr selbst befreien. In Nullkommanichts haben die nachfolgenden Bullifahrer den Havarierten mithilfe eines Schleppseils aus seiner mißlichen Lage befreit. Das ist Teamwork – das ist der Goldene Oktober. Oben auf dem Fa-Paß –eigentlich mehr ein Sattel– stieß der Herr Generalintendent Büchel zu uns. Mit prächtiger Aussicht nach beiden Seiten genießen wir den Sonnenuntergang, bis Zug um Zug jeder in seine Koje kriecht.

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