10 Jahre Goldener Oktober – Tag 5: Bonette und Seealpen-Col-Hopping

Tja, und da hatten die Franzosen -mal eben zwischen Vorbereitung und der tatsächlichen Tour- ein Verbotsschild in die Botanik gepflanzt. Und wenn das auch einen Local mit seinem Renault nicht interessiert hat – wir als brave Bürger haben uns natürlich daran gehalten und sind nicht wie im Roadbook beschrieben bergan nach Braux gefahren. Auch auf die von mir vorgeschlagene Variante über Aurent –ich war am Vortage aus Langeweile 🙂 schon ein Stück in die Richtung gefahren- wollte Torsten sich nicht einlassen. So daddelten wir wieder über Castellet-les-Sausses talwärts und dort erstmal wieder gen Westen und dann über den Col de Laval, Col du Trébuchet und La Penne wieder ins selbe Tal hinabzuschurbeln. Die eingeplante D26 nach Beuil durch die Gorges du Cians war leider gesperrt, so nahmen wir die nächstbeste, das war die D26, sehr malerisch über Tournefort zum Zwischenziel St.-Sauveur-sur-Tinée. Von dort im Schweinegalopp nach St.-Etienne-de-Tinée, vor uns ein Sattelschlepper, der ohne Rücksicht auf Gegenverkehr vor den Kurven immer weit auf die linke Spur ausscherte…

Vor Pont Haut sind wir auf die „Außenkurve“ über St.-Dalmas-le-Selvage und den Col de la Moutière abgebogen – schließlich waren uns Bunker versprochen. In dem Ort fehlte uns eine Routenanweisung, wodurch wir ins verwinkelte Ortszentrum fuhren, wo es bald nur im Rückwärtsgang raus ging. Danach ging es auf einer traumhaften, einsamen –fast verwunschenen- Strecke bergan.

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Am Col haben wir den Bunker ausführlich durchkämmt, man konnte da ganz gut rein. Nur die Etagen über den Hintereingang waren mangels Leiter nicht erreichbar. Jetzt begann der Schotterabschnitt. Inzwischen war auch die Vegetation reduziert auf Gräser und Moose.

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Schließlich trafen wir auf die Asphaltstraße zum Col de la Bonette. Der Paß liegt auf 2715 Meter und gilt als höchste, durchgängig befahrbare Transitpaßstrecke der Alpen, eine Ringstraße um den Cime de la Bonette erreicht 2805 Meter, der Cime an sich hat 2860 Meter, ist per Trampelpfad erreichbar und bietet eine gigantische Aussicht über die gesamte umliegende Bergwelt.

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Nach diesem „impression overflow“ segelten wir hinab ins Ubaye-Tal, um dort an einer Kanu-Einstiegstelle unser Nachlager aufzustellen.

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