10 Jahre Goldener Oktober – Tag 3: irre Tunnelstrecke und Grenzhopping

…und die Nacht war frrrrrostig. Da der Stellplatz am Campo Base inklusive Strom war, konnte ich meinen Elektro-Heizlüfter zum Einsatz bringen. Eine campingfreundliche 500-W-Version (die Elektroanschlüsse auf den Plätzen sind oft auf 1000 Watt begrenzt) hatte ich mir an Land gezogen, so wurde meine Nacht zumindest nicht allzu eisig. Sodann gab es am Morgen strahlenden Sonnenschein – und eingezuckerte Berghänge…au weia. Auch auf dem Platz hatte sich Raureif breit gemacht. Na, das kann ja was werden.

Zunächst fuhren wir ein kleines Stück zurück, dann folgte der vermeintlich gesperrte Abzweig ins Tal nach Elva. Nachdem wir die Abbiegung fast verpasst hätten, können wir keinerlei Verbotsschilder entdecken und steuern ins Tal hinein. Diese Straße ist wirklich der Hammer! Tunnel an Tunnel schmiegen, ja bohren sich in die steile Bergwand, wirklich atemberaubend. Wer dort ist: unbedingt hochfahren!IMG_2371Auch der weitere Anstieg zum Colle di Sampeyre geht über schmalste Straßen mit phantastischen Ausblicken und ja: Es gibt Schnee am Wegesrand.IMG_2385Doch das ist nur der Vorgeschmack auf das, was uns später erwartet. Erst kämpfen wir ab dem Colle mit ganz anderen Widrigkeiten: unser Ausflug zum Colle Bicocca über die Varaita-Maira-Kammstraße gerät zu einem dermaßen schlammig-glitschigen Event, dass wir nach wenigen Kilometern entnervt abbrechen und (mühevoll) umkehren.20150930_110637Später hören wir, dass selbst die Hardcore- und Syncro-Fraktion um Matze und Werner, denen wir auf dem „Rückzug“ begegnet sind, abgebrochen hat.20150930_112631

IMG_2393Von hier geht es kurzzeitig bergab, bevor wir uns immer weiter in den Schnee und auf den sonnenbeschienenen aber frostigen Colle dell‘Agnello schrauben.20150930_131555Hier ist mal wieder Staatsgrenze, auf französischer Seiten rollen wir über Château Queyras und den bereits bekannten Col d’Izoard wiederum gen Briançon. Über den Col de l’Echelle geht es wieder nach Bella Italia, denn in Bardonècchia beginnt die Anfahrt zum Colle Sommellier. Dieser Punkt ist ein „must have“ aller Alpenfahrer: Der höchste, mit zweispurigen Fahrzeugen legal anfahrbare Punkt in den gesamten Alpen! 2011 waren wir dort emporgeklommen, bei Kaiserwetter, heute haben wir erstmal unsere „Zelte“ oberhalb des Lago di Rochemolles aufgeschlagen – an der selben Stelle wie 2011.20150930_183252

 

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