10 Jahre Goldener Oktober – Tag 5 & 6: homeward bound

Am Vortag war es grau und etwas nieselig gewesen, doch als ich am Morgen durch die Gardinen blickte, traute ich meinen Augen nicht: alles war weiß! Nicht nur etwas Schneegriesel auf den Scheibenwischern, wie beide Male am Sommeiller. Nein, richtig weiß: die Bäume, der Boden, die Bullis. Auch die *mit* Heizung ;). Das hatte es noch nie gegeben beim Goldenen Oktober!

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Nun, dann wieder das Stövchen angemacht, Kaffee gekocht und langsam aufgetaut. Auch die anderen Oktoberer –die alten Hasen wie auch die Neulinge- waren ganz aus dem Häuschen. Da die Temperatur um den Gefrierpunkt lag, gab es hinsichtlich Glätte kein Problem, wenngleich auf dem noch zu erklimmenden Col du Mont Cenis doch etwas Schnee auf der Fahrbahn lag. Leider war es dort ziemlich neblig, denn der Paß mit dem gleichnamigen See muß sehr schön sein. Auch vorgemerkt für eine zukünftige Tour.

Über den bereits bekannten Col de l’Iseran ging es am ebenfalls bekannten Lac de Roselend vorbei und auf schnellen Straßen bis kurz vor die Schweizer Grenze.20151002_103423Auf einem alten Teilstück der unbegradigten Paßstraße des Col des Montets schlagen wir unser Nachtlager auf.

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Am Folgetag steht die Querung der Schweiz auf dem Plan. Während Torsten eine bestimmt spannende und unterhaltsame Route geplant hat, beschließe ich, die wegen der Anreise notwendig gewordene Mautplakette noch etwas zu nutzen und schnellen Reifens gen Nachtplatz im deutschen Herten (bei Lörrach) zu düsen. Schließlich erwartet mich am letzten Tag ein Gewaltritt vom äußersten Südwesten der Republik bis (fast) nach Berlin, da am Montag wieder gearbeitet werden muß.

Schönster Sonnenschein begleitet mich auf den Schweizer Autobahnen, und schon am frühen Nachmittag treffe ich am Rockfood Restaurant am Flugplatz Herten ein, lange vor allen anderen. Ich denke, schlau zu sein und will die Zeit nutzen, um meine Vorräte aufzufüllen sowie günstigen deutschen Sprit zu tanken. Doch alle Supermärkte in den Dörfern sind geschlossen – und das an einem Samstag???

Wenigstens finde ich irgendwann eine Tankstelle, und in dem Moment fällt mir ein, dass wir Samstag, den 3. Oktober haben!

In der besagten Gaststätte lassen wir mit allen Oktoberern die Tour gemütlich ausklingen, und am nächsten Morgen mache ich mich sehr zeitig auf den langen Heimweg Richtung Berlin.

Es war mir eine Ehre.

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