GERÄUSCHE – DIE ZWEITE

Eigentlich wollte ich keinen Blog mit Serien über schlechtes Wetter und seltsame Geräusche schreiben, daher erst mal was Positives: der Morgen begann sonnig! Es war auch kein böser Förster vorbeigekommen, obwohl abends noch einige Autos den vermeintlich so ruhigen Waldweg langgefahren sind. Also Frühstück und wohlgemut gen Süden.

Doch was war das? Kaum auf der Hauptstraße, macht sich ein Tickern laut und deutlich bemerkbar. Nun bin ich ja meisterhaft kreativ im Ausmalen von Horrorszenarien. Da das Geräusch von der rechten Motorhälfte kam und der Klang recht hell war, könnten es die Pleuellager, ein abgerissenes Ventil oder vielleicht eine gebrochene Ventilfeder sein. Dachte ich mir so. Oder das Ventilspiel hat sich einfach verstellt. Also habe ich auf einer großzügig asphaltierten Grundstückseinfahrt gehalten und das Ventilspiel überprüft. Leider kein Befund. Dann bin ich erst mal weiter gefahren, wenigsten au diesem Nirvana heraus in den nächsten, größeren Ort. Dort am Bahnhof gab es einen sehr schönen, ruhigen und sauberen Parkplatz. Krisensitzung. Befreundete Bullifahrer angeschrieben. Der Schraubergott war nicht erreichbar – auf Rallye unterwegs. Von einem Bullikollegen kam der Tipp: überprüfe doch mal den Stand der Ventile (Danke Thomas!). Als ich den Ventildeckel abnahm, fiel mir eine Mutter entgegen! Die kam von der Kipphebelwelle. Warum die sich gelöst hat, das weiß nur der liebe Gott, aber sie hat die Geräusche verursacht. Kleine Ursache, große Wirkung: das Tickern war weg.

Jetzt konnte ich mich wieder wohlgemut den schönen Dingen des Lebens widmen, wie der Fahrt über den Urbasa-Paß, wo freilaufende Pferde und Kühe entlang der Straße standen. Überhaupt war da oben eine tolle Landschaft.

Urbas

weitsichten

Generell war es recht frisch unterwegs, was allerdings auch nicht verwunderlich war, da man sich fast generell auf 1000 m Höhe befand. Kurz vor Soria habe ich dann einen Feldweg gefunden. In einer Senke stand ich ungestört mitten zwischen den Feldern, deren Böden übrigens so karg und steinig sind, dass man sich wundert, dass dort überhaupt noch etwas wächst…eine wunderbar ruhige Nacht 🙂

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