Mangart

Der Nachtplatz stellt sich bei Tageslicht als durchaus attraktiv raus, und hätte ich mich getraut, etwa weiter zu fahren, hätte ich sogar schön im Wald gestanden (und außer Sichtweite der Straße). Aber im Dunkeln war die Qualität des Weges nicht abzuschätzen…

Auch im Hellen finde ich den Nachtplatz von 2006 nicht. Muß nochmal im alten Roadbook nachlesen, vielleicht war ich noch nicht weit genug. Heute also noch Mal über den Paso di Predil zurück nach Slowenien. Kurz hinter dem Paß mach ich einen kurzen Zwischenstopp an der Festung Kruž, neben der der Fluß in einer bestenfalls einen Meter breiten, aber ordentlich tiefen Schlucht vorbeirauscht.

IMG_6102

Kurz danach folgt der Abzweig zum Mangart. Der Berg selbst ist 2679 Meter hoch, der befahrbare Sattel gut 2000, erreichbar über eine spektakuläre Straße mit bis zu 22% Steigung.

IMG_6080IMG_6082IMG_6085

Doch was ist das: schon weit oben auf einmal ein Sperrschild: Felssturz, Verboten für Fahrzeuge und Fußgänger! Als braver Deutscher hält man natürlich auf dem Wendeplatz an, sieht dann einen Ungarn nur kurz stutzen und dann weiterfahren. Eine kurze Internetrecherche ergibt dann, dass wohl sogar der Pförtner, der unten fünf Euro Maut kassiert hat, sagt, man könne ruhig bis oben fahren. Also los.

IMG_6087

Der Felssturz ist tatsächlich längst geräumt, und es ist freie Fahrt bis oben, wo man in einer Schleife über den Sattel geleitet wird. Dort parkt auch der Ungar, offensichtlich ist er wandern, sonst ist keine Menschenseele oben. Mir ist es viel zu zugig, außerdem lausig kalt, zudem ziehen Regenwolken auf: Zeit für den Abstieg.

IMG_6091

Ich schleiche mich nochmals an die Goldener-Oktober-Strecke ran und nehme die slowenische Grenzkammstraße in Angriff, die wir ja in Lig wegen meines Limaproblems verlassen haben. Besonders schön ein Schotterstück, das direkt am Grenzfluss entlangführt.

IMG_6103

In Nova Gorica war Einkaufen angesagt, schließlich stand der Sonntag vor der Tür. Als Nachtplatz hatte ich mir einen Parkplatz an dem Doberdo-See (der zwar auf der Anfahrt, aber von dort nicht zu sehen war) ausgesucht. Der Platz war schön ruhig, aber der nächtliche Regen hat genervt. In den frühen Morgenstunden hat er aufgehört, so konnte ich doch etwas schlafen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s