Postojna & Abschied von GO-Team

In unmittelbarer Nähe des Campingplatzes erwarten uns die Grotten von Postojna, auch als Adelsberg bekannt. Sie wurden bereits im 16. Jahrhundert touristisch erschlossen, erst noch mit Fackeln und Kerzen sowie handgeschobenen Waggons, doch schon Ende des 19. Jahrhunderts zog elektrisches Licht ein, später auch eine elektrische Höhlenbahn, mit der man heute noch 3,5 der 5 Kilometer des touristischen Teils befährt. Die Höhle besticht durch ihre Größe, vor allem aber durch ihre Vielfalt und Farbvariationen der Tropfsteingebilde. Allerdings ist sie, wie übrigens auch die anderen Sehenswürdigkeiten dieser Tour, selbst weit außerhalb der Saison von Asiaten geradezu überlaufen.

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Nach der Besichtigung fahren wir wiederum über kleine und vereinsamte Sträßchen durch das slowenische Hinterland…

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…bis Most na Soči. Am dortigen Bahnhof hat Torsten ein besonderes Schmankerl vorbereitet: eine Bahnverladung mit Kammdurchstich bis nach Bohinjska Bistrica. Die Bullis reihen sich auf offenen Flachwagen, teilweise ohne Geländer, auf. Wir belegen fast den ganzen Zug! Ein einziger Personenwaggon fährt noch mit.

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Die Diesellok hat gut zu tun mit der historischen Fracht.

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Um ja nicht durch die Städte Bled und Jesenice zu müssen, schurbeln wir uns nochmals durch traumhafte Bergwälder, meist auf Schotterpisten. Ein kleines Malheur passiert unterwegs noch: Ein Handbremshebel hatte sich gelöst und in der Bremstrommel sein Unwesen getrieben. Die geballte Fachkompetenz, die beim GO unterwegs ist, hatte den Fehler genauso schnell analysiert wie behoben.

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In Mojstrana, im Tal der Save, biegen wir dann auf die Hauptstraße ein, und während die Oktoberer den Wurzenpaß ansteuern, biege ich schon in Kranjska Gora ab, um den Vršič zu erklimmen.

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Der erste Schnee der Tour – aber noch weit weg auf den Bergflanken.

Eigentlich wollte ich noch dem Mangart mitnehmen, aber die Zeit sitzt mir im Nacken, will ich doch in Italien nächtigen. Also nur den Passo del Predil rüber und den Nachtplatz der 2009er Tour gesucht – und im Dunkeln natürlich nicht gefunden. Ein kleiner Waldweg bietet mir stattdessen Unterschlupf, das war das Bestmögliche in der Finsternis. Nachts röhren im Wald irgendwelche Tiere, wirklich hilfreich zum Einschlafen ist das nicht!

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