Abschied von der Insel und ab ins Hinterland

Wie das immer so ist: Am Morgen nach der Übernachtung findet man die tollsten Platze. Krk hat ja viele Stichstraßen, die am Wasser enden. So auch die von Punat.

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Und ganz am Ende, da, wo’s wirklich nicht mehr weitergeht, ist eine traumhafte, einsame Bucht, wo man vermutlich auch nachts nicht von den Ordnungshütern belästigt wird…

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OK, OK, ich bin ehrlich (Google Earth hätte es sowieso verraten): Dort geht eine Hochspannungsleitung in ein Seekabel über, was offensichtlich einen großen, hässlichen Betonbau erfordert, der dort rumsteht. Also doch nur bedingt paradiesisch.

Um mein Bild der Insel abzurunden, durchfahre ich auch noch die Dörfer im Nordosten, um schließlich wieder ans Festland zurückzukehren. Die Richtung Süden führende, berühmt-berüchtigte Küstenstraße hatten wir ja schon im Rahmen des GO „abgehakt“, zumindest bis Senj, deshalb hatte ich mich entschlossen, jetzt eine parallel verlaufende, deutlich kleinere Straße zu befahren.

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Die führte quasi direkt unter den Steilhängen der ersten Bergkette entlang, bis diese bei Bribir zurückwich und damit einen Einstieg ins Hinterland freigab. Ein stürmischer Wind fegte durch diese Schneise zur See, in der kargen aber beeindruckenden Landschaft konnten sich nur Sträucher halten. Weiter im Inland wurde der Wind weniger, die Bäume mehr und die Straße kurviger. All überall war die Holzgewinnung in vollem Gange.

Und dann kam wieder so ein Geräusch, was keiner mag. Ein Schaben, rhythmisch. Ich fuhr langsamer, um das Geräusch besser zu hören. Krrrt – krrrt – krrrt. Aber obwohl ich langsamer fuhr, wurde das Geräusch nicht langsamer. Hä? Wie geht das? Was soll das sein? Ich fuhr noch langsamer, das Geräusch wurde noch deutlicher – und irgendwie kannte ich es auch. Im selben Moment fiel mein Auge auf das Autoradio. Das war auf ein Mal an – und drin lief die Schranz-CD von Chris Liebing. Noch Fragen?? Selten so über mich selbst gelacht. Böse Zungen behaupten ja sowieso, Schranz sei keine Musik, sondern nur Lärm…

Nach diesem „Schock“ galt es, so langsam ein Quartier für die Nacht anzupeilen. Nach der kostspieligen Nacht in Krk wollte ich diesmal einen Freisteherplatz wagen – trotz aller Warnungen, die bezüglich Kroatien ausgesprochen waren. Zudem waren die in Frage kommenden Campingplätze keine Empfehlungen, aber trotzdem teuer.

Die Wahl fiel auf einen kleinen See, der an einer Sackgasse lag (gutes Vorzeichen), allerdings direkt am Ortsrand (weniger gut). Am frühen Abend kam ein Pärchen hinzu, die ein wenig um den See gedaddelt ist, sonst blieb alles still.

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Ob ich problemlos aus dieser Nummer raus gekommen bin, lest ihr dann im nächsten Beitrag.

 

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