Tausend-Pässe-Tag

…oder fast. Heute ging es nur rauf und runter. Und das war äußerst kurzweilig, denn wir befinden uns in den Dolomiten. Morgens verwöhnte uns die Sonne schon bald mit ihrer wohligen Wärme,

Pfersachtal

und dann entblätterte sich eine Tour zum Fingerlecken. Ich tippe mal, dass dies der Tag mit den meisten Paßquerungen aller Zeiten war (Tanke Edit sagt, Torsten hat das sofort dementiert): es ging immer nur rauf, und danach wieder runter, und die Landschaft übertrumpfte sich selbst. Dazu ein Wetter, wie man es sich nicht besser wünschen konnte.

Dolomiten

OK, der Tag hatte weniger spektakulär begonnen: mit einem Platten bei meinem Bulli. Zum Glück war nur die Unterseite platt 😀

Schon im nächsten Ort (Sterzing) konnten wir das Angenehme mit dem Nützlichen kombinieren: Während der Rest der Truppe einkaufen ging, wurde ich bei einer Werkstatt vorstellig. Die konnten sofort helfen. Ein neuer Schlauch musste montiert werden, und in Nullkommanichts war das erledigt – und für kleines Geld. Großes Lob an die Werkstatt!

schnelle Hilfe

Derweil hatte der Rest der Truppe seine Vorräte ergänzt.

Dolomiten2

Kaiserwetter

Nach den ganzen Pässen kamen wir ziemlich fertig und relativ spät am Nachtplatz an. Doch insgesamt waren erst neun von 21 Bullis da. Wo blieb der Rest? Der Chef und die Berliner trudelten alsbald ein, aber die letzten drei hatten tatsächlich den anderen Waldweg genommen und schurbelte sich an der falschen Bachseite empor. Wir wedelten mit Taschenlampen, und sie hatten uns bald entdeckt, doch wenden war dort oben kaum möglich. Dazu kam: Locals mit Geländewagen wollten unbedingt vorbei. Stress pur 😀

Irgendwann kamen dann auch die „verlorenen Jungs“ auf dem Sportplatz/Nachtplatz an, und es kehrte Ruhe ein in der Reisegesellschaft.

Der Ort war eigentlich prädestiniert für einen spektakulären Sonnenaufgang, doch Wolken haben das effektiv verhindert.

Gavaz

Stattdessen beehrte uns die lokale Policia und teilte uns mit, dass Campen hier nicht erlaubt sei. Wir warfen ein, dass wir spätestens in einer Stunde weg sind, keinen Müll hinterlassen haben und nicht zuletzt seit Jahren das OK vom lokalen Bürgermeister haben, hier zu nächtigen (das stimmt tatsächlich!).

Dann ging es wiederum über kleine und kleinste Passsträßchen durch die Dolomiti. Herausragend war die wilde Schlucht des Valle del Mis

und natürlich der Ubaldopass

mit seinen fünf Kehrtunneln und terrassenartig angelegten Fahrstrecke. Der Wahnsinn! Wenn ich zu Hause mehr Datenvolumen zur Verfügungen habe, laden ich davon ein Video hoch!

Auch im weiteren Verlauf befahren wir einspurige Passstraßen, danach quälen wir uns durch den „Grossstadtjungel“ von Belluno bis zum heutigen Nachtplatz.

2 Gedanken zu “Tausend-Pässe-Tag

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