Jetzt geht’s noch mal richtig steil!

Die Nacht am Monte Paularo war sternenklar und damit recht schattig. Kein Wunder: wir befanden uns auf 1949 Meter. Minus zwei Grad hat Rainer gemessen, ich hatte außen UND innen Eis am Bulli.

Eis

Aber der klare Himmel hatte auch was Gutes: einen traumhaften Sonnenaufgang. Ein paar Hardcore-Frühaufsteher-Fotografen sind rechtzeitig auf den Monte gestiegen, um das Naturschauspiel aus erhabener Position zu erleben – ich habe mich mit Fotos vom Platz aus begnügt.

Sonnenaufgang

Sodann schurbelten wir uns die gemütliche Schotterstraße und das steile Asphaltstück wieder hinunter. Tja und dann stand schon der Grenzübertritt nach Österreich auf dem Plan. Dafür hatte Torsten ein ganz besonderes Schmankerl vorbereitet: den frisch eröffneten Passo Polentin. Doch vorher haben uns erst ein paar Forstarbeiter ausgebremst. In stoischer Ruhe haben sie das kleine Sträßchen mit ihren Maschinen blockiert, und erst, als der Baumstamm hochgezogen, in passende Stücke gesägt und auf den Polter gestapelt war, ging es weiter. Dann aber richtig! Es folgten extreme Steigungen, die steilsten Stücke waren mit verfugten Felssteinen gepflastert. Eigentlich müsste man hier mit ordentlich Schwung hoch, jedoch waren die Abschnitte von tiefen Entwässerungsrinnen durchzogen, die sehr umsichtig durchfahren werden wollten. An Anhalten war natürlich gar nicht zu denken, wer weiß, ob man danach noch wieder los kommt (vor allem, wenn die Kupplung nicht mehr ganz topfit ist, wie bei mir 😉 ). Dann waren die Kehren so steil, dass eigentlich bei jedem das Antriebsrad durchdrehte. Hier hieß es: Abstand halten – nicht, dass noch ein Stein vom Vordermann durch die Frontscheibe fliegt.

Österreich

Irgendwann war aber auch dieses Stück gemeistert, und danach ging es in entspannter Fahrt zum Nachtplatz am Hintersee. Aufgrund des schlechten Wetters (Nebel & Regen) haben wir auf die 36 € teure Großglocknertraße verzichtet (die meisten aus dem Team Dakota waren sie eh schon mehrfach gefahren) und haben uns für den parallel verlaufenden Felbertauerntunnel (11 €) entschieden. Auch der Abend war leider verregnet, und so ging es früh in die Koje.

Schnee überm Felbertauerntunnel

Am eigentlich schon letzten Tag fuhren wir über die alte Gerlosstraße

Käfer im Berg

und an einem Almabtrieb vorbei ins Zillertal und dann zum Kaiserhaus an der Kaiserklamm, wo wir eine deftige Mittagsmahlzeit zu uns nahmen.

Zum Abschluss begeisterte die bereits bekannte Steinbergpassage, ein Streckenabschnitt, der nur in einem bestimmten Zeitfenster befahren werden darf, da Ausweichen hier schier unmöglich ist. Trotzdem kam uns auf halber Strecke ein Vollhorst entgegen. Aber wir waren mehr 😉

Steinbergpassage

Zum traditionellen Abschiedsessen trafen wir uns im Batznhäusl in Kreuth zu einem feucht-fröhlichen Abend.

Batznhäusl

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