Tag 4 und 5

Tag 4

Die letzte Nacht hat wieder einiges an Regen gebracht, sowieso muss in den vergangenen Tagen reichlich Nass in der Region heruntergekommen sein, wie man am Pegel der Flüsse, aber auch an Schwemmrückständen auf den Straßen sehen konnte.

Heute war Museums- und Wandertag, letzteres allerdings nicht für den Schreiber dieses. Das Deutsche Dampflokomotiv Museum in Neuenmarkt habe ich mir aber nicht entgehen lassen. Einerseits wird dort eine Schmalspurbahn in Ehren gehalten, andererseits sind im Ringlokschuppen mehrere äußerst beeindruckende Dampf-Stahlrösser zu bewundern. Zudem wird die „Schiefe Ebene“, Europas erste Eisenbahnstrecke, die einen bedeutenden Höhenunterschied (bei einer Steigung für 2,5%, für Bahnverhältnisse und ohne Hilfsmittel wie Zahnrad damals sensationell) überwand, mittels einer Modellbahn nebst Audio-Erläuterung dargestellt. Leider wurde vergessen (?), uns die RFID-Karten auszuhändigen, mit denen man die zahlreichen Filme und Animationen starten konnte…Danach war eine Wanderung entlang der Strecke angedacht, der konstante Nieselregen motivierte allerdings eher weniger.

Unser Team hat stattdessen eine Gastronomie entlang der Strecke aufgesucht und es sich dort gut gehen lassen.

Danach ging es auf kleinen und kleinsten Sträßchen hinüber ins Fichtelgebirge, genauer zum Ochsenkopf, an dessen Bergbahn-Talstation das Nachtlager geplant war. Die noch nicht Erschöpften erklommen den mit 1024 Metern zweithöchsten Berg des Fichtelgebirges. Oder hatten sie doch die Seilbahn genommen??? (Ja).

Zumindest haben wir auf dem riesigen, aber meist abschüssigen Parkplatz für 2 € die Nacht doch noch eine einigermaßen ebene Stelle gefunden, und auch wenn der ominöse Imbißbudenbetreiber annex VW-Fan uns nicht, wie angekündigt, mit einem seiner Vehikel besucht hat, wurde es doch noch ein lustiger Abend. Und tatsächlich: es hat nachts nicht einmal geregnet (ist das nun ein gutes oder ein schlechtes Zeichen für den folgenden Tag? Wir werden es in Kürze sehen…).

Tag 5

Die Vorzeichen waren nicht die schlechtesten. Auch wenn der Morgen nieselig war, kam im Laufe des Vormittags mehr und mehr die Sonne durch – so lässt sich’s leben.

Die Weißmainquelle haben wir übersprungen, standen doch zwei weitere laufintensive Highlights auf dem Programm: zunächst das Automuseum Fichtelberg. In nicht weniger als drei Hallen sowie auf einer Freifläche standen zahlreiche und mitunter auch außergewöhnliche Fahrzeuge und vor allem unendlich viele Motorräder und Mopeds ausgestellt. OK, die Beschilderung der Exponate war nicht immer wasserdicht, aber es waren auch ein 1:1 Scheunenfund-Diorama sowie mehrere Vor-Restaurierungs-Fahrzeuge zu sehen. Nach einer weiteren ebenso kurzen wie kurzweiligen Fahrt durch das Fichtelgebirge gelangten wir zum Felsenlabyrinth Luisenburg. Darüber kann ich ob meines Beines jedoch nicht berichten.

Weiter schleichen wir uns entlang der tschechischen Grenze gen Südosten. Tagesendziel ist der am gleichnamigen See gelegene Campingplatz Geisweiher, wo wir für rund 10 € pro Person plus Bulli nächtigen und duschen konnten, dazu Wasser fassen, Müll entsorgen…was will man mehr? OK, der anfängliche Sonnenschein wurde durch eine rigoros aufziehende Wolkenlinie abrupt und nachhaltig mit unwetterartigen Regengüssen beendet, aber es kann eben nicht immer und überall eitel Sonnenschein sein. Wichtig ist: Am nächsten Morgen war es wieder trocken.

Deutsches Dampflokomotiv Museum in Neuenmarkt
Automuseum Fichtelberg
Grenzwertig…

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